Stress reduzieren mit der NOT to DO Liste

Lesezeit: 4 Minuten

DELEGIEREN, IGNORIEREN, VERSCHIEBEN.


Was wir nicht tun, bestimmt, was wir tun. Eine NOT to DO Liste setzt die Prioritäten für die To Do Liste und reduziert jede Menge Stress.

Was eine To Do Liste ist, weis vermutlich jeder und das eine NOT to DO Liste das Gegenteil ist, wahrscheinlich auch.

Kommen wir also zur ersten relevanten Frage:

Worin genau unterscheiden sich diese beiden Ansätze?

TO DO Listen und NOT to DO Listen:


Während eine Liste der Dinge, die wir tun wollen, sich auf unsere Ziele fokussiert, geht es bei einer NOT do DO Liste um die Sachen, die uns im Weg stehen.

Die Dinge, die verantwortlich sind, dass wir unsere To Do Liste nicht fertigbekommen.

Wenn wir entscheiden, was wir nicht tun wollen, haben wir automatisch Zeit für die Dinge, die wir tun wollen (oder sollen).

Aufzuschreiben was wir nicht tun wollen, hilft außerdem zu reflektieren – und zur Prävention schlechter Gewohnheiten.

Eine NOT to DO Liste setzt die Prioritäten für die TO DO Liste.

Für wen macht die NOT do DO Liste Sinn?


Speziell Menschen, die ihre To Do´s nie fertigkriegen, sollten mit einer NOT to DO Liste beginnen.

Denn oft sind es schlechte Gewohnheiten und mangelnde Prioritäten, die uns daran hindern Ziele zu erreichen.

Eine NOT to DO Liste ist aber genauso gut als Ergänzung zur TO DO Liste geeignet.

Das erinnert einen, welche Sachen definitiv nicht auf die Liste gehören, denn alte Gewohnheiten schleichen sich schnell zurück.

Was auf die NOT to DO Liste gehört:


In der Regel sind es nur zwei bis drei Punkte, die 80 % der Veränderung herbeiführen.

Das kann einer der Folgenden sein:

  • nicht förderlich für die Prioritäten/Zielen
  • kann delegiert werden
  • Ablenkungen (E-Mail, Social Media)
  • schlechte Gewohnheiten
  • lästige Zeitfresser
  • dringend aber nicht wichtig
  • kann ignoriert werden
  • nur aus Höflichkeit angenommen
  • eigentlich andere Personen verantwortlich
  • emotional belastend (z. B. Energievampire)
  • geringer Wertschöpfung (Kleinkram der den großen Zielen im Weg steht)

Wie erstellt man eine NOT to DO Liste?


Schritt 1

Zwei grundlegende Fragen sind notwendig, um zu entscheiden, ob eine Aufgabe sich für die NOT to Do Liste qualifiziert oder nicht.

  1. Trägt die Sache zu meinem Ziel bei?
  2. Bin ich der Einzige, der sie erledigen kann?

Lautet in beiden Fällen die Antwort nein, gehört sie auf die NOT to DO Liste.

Lautet die Antwort hingegen ja, hat sich die Sache für die To Do Liste (sofern vorhanden) qualifiziert.

Schritt 2

Einteilen in:

DELEGIEREN, IGNORIEREN, VERSCHIEBEN.

Folgende Fragen helfen:

Frage 1: Was passiert, wenn ich die Sache ignoriere?

Lautet die Antwort nichts, sollten wir auch genau das tun.

Nichts.

Tipp: Wenn das Anliegen von einer Person kommt, deren Wohlwollen wir uns bewahren wollen, hilft nur auf eine elegante Weise nein zu sagen. 9 Wege Nein zu sagen ohne den anderen vor den Kopf zu stoßen.

Frage 2: Auf welchen idealen Zeitpunkt kann ich die Sache verschieben?

Das Sprichwort “Was du heute kannst besorgen…” ist ein wirklich schlechter Rat.

Manche Zeitpunkte sind besser als andere.

Warum wegen eines Briefes zur Post, wenn er warten kann bis Freitag, wo noch drei andere Briefe rausgehen? Stichwort Batching.

Häufig kümmern wir uns um eine Sache nur, weil wir Angst haben, sie später zu vergessen.

Aufschreiben hilft!

Wichtig ist eben, Dinge nicht zu verschieben, weil sie unangenehm sind, sondern weil es sinnvoll ist.

Frage 3: An wen (oder was) kann ich die Sache delegieren?

Den Meisten fällt es schwer, Aufgaben aus der Hand zu geben.

Andere erledigen die Sachen oft nicht nach den eigenen Standards.

Und das trifft fast immer zu, weil der, an den wir die Aufgabe delegieren in diesem Augenblick der Arbeitnehmer ist.

Ihm ist das Ergebnis in aller Regel nicht so wichtig, wie uns selbst.

Vor allem nicht, wenn wir ihn nach Zeit bezahlen.

Trotzdem macht Delegieren Sinn.

Und hier ist warum:

Wenn wir ein 80 %-iges Ergebnis erhalten, braucht es nur 20 weitere Prozent um das Ergebnis nach unseren Standards anzupassen (sofern notwendig).

Selbst wenn wir kein ideales Ergebnis erhalten, spart es uns trotzdem Zeit. Oft fehlen nur kleine Anpassungen, um das Ergebnis zu vervollständigen.

Um herauszufinden, welche Person am besten arbeitet, hilft nur testen.

Zumindest wenn wir vorhaben, dieselbe Sache in regelmäßigen Abständen abzugeben.

Für einmalige Angelegenheiten ist das hinfällig.

Wie ändert sich das Leben mit einer NOT to DO Liste?


Reagieren und bearbeiten wir den ganzen Tag die Anliegen anderer Menschen, wie können wir erwarten, unsere eigenen Ziele zu erreichen?

Es braucht mentale Stärke, nicht auf den “Lärm” der Umwelt einzugehen, der permanent sagt, was dringend ist, aber nie ausmistet, was wichtig/relevant ist.

Hat man jedoch gelernt, von vorneherein zu segmentieren, erspart das jede Menge Stress.

  • Die To Do Liste schrumpft auf ein überschaubares Maß, sodass wir sie abgearbeitet bekommen.
  • Der Stress reduziert sich auf ein Minimum, da wir nur noch Dinge tun, für die wir uns aktiv entschieden haben.
  • Unser Fokus und Energie fließt in die Dinge, denen wir Bedeutung beimessen.
  • Die Prioritäten sind klar definiert. Wir wissen, was zu tun ist und fragen uns nicht mehr: Was erledige ich als nächstes?

Kurz gesagt:

Was wir nicht tun, bestimmt, was wir tun.

Kostenloser Download:


WPrioritäten (durch)setzen mit dem Eisenhower-Prinzip.

9 Wege NEIN zu SAGEN ohne andere vor den Kopf zu stoßen

 

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