Ziele schneller erreichen – 12 Schritte zu Ergebnissen, die sich sehen lassen

Lesezeit: 7 Minuten

Wer lange Spaziergänge mag, für den ist diese Anleitung nichts.


Hier geht es nicht darum, mit Try and Error irgendwelche Ergebnisse zu generieren. Es geht darum, ohne Umwege ans Ziel zu kommen. Doch zuerst ist wichtig zu verstehen:

Es gibt zwei Arten von Zielen:


Die, die sich erledigen, nachdem wir sie erreicht haben. Zum Beispiel ein Umzug oder ein Haus verkaufen.

Das sind Ziele, bei denen in der Regel nur interessant ist, wie wir sie so schnell und effektiv wie möglich erreichen. Ohne Experimente.

Die zweite Art von Zielen sind die, die wir verlieren, wenn wir nicht mehr dauerhaft an ihnen arbeiten. Zum Beispiel ist abnehmen ein kurzfristiges Ziel, Gewicht halten ein Langfristiges.

Wenn also jemand davon spricht, abnehmen zu wollen, meint er damit in der Regel auch, das Gewicht danach zu halten. Was nicht jedem bewusst ist: Um das Gewicht zu halten, muss der Weg permanent weitergegangen werden. Zurück in die alten Essgewohnheiten bedeutet zurück zum alten Gewicht.

Aber hier ist die Sache: Motivation entsteht in erster Linie durch Ergebnisse.

Jeder verliert früher oder später die Lust, eine Wanne mit Löchern zu füllen.

Auch für langfristige Ziele ist es erstmal wichtig, dass sich schnell Ergebnisse einstellen, selbst wenn der Prozess in diesem Fall eine wichtige Rolle spielt.

Denn nur so bleiben wir motiviert.

Das sind die 12 Schritte, um effizient ans Ziel zu kommen.

1. Ein spezifisches Ziel setzen:


Nur mit einem Ziel, wissen wir, in welche Richtung wir gehen sollen.

Das Ziel sollte so genau wie möglich definiert sein, denn wenn es das nicht tun, und etwas vages wie: Gesünder sein oder Ablehnen formulieren, fragen wir uns vor jedem Stück Kuchen: Ist das jetzt zu viel oder ist das okay? Darf ich das einmal die Woche?

Wir sind führen ständig einem inneren Kampf, weil es uns an Klarheit fehlt, welche Handlungen wir wie oft ausgeführt oder unterlassen müssen, um das Ziel zu erreichen.

Außerdem setzen wir uns EIN Ziel. Nicht mehrere. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf vier verschiedene Dinge richten, erhält jede Sache im Schnitt 25 % Aufmerksamkeit. Keine hohe Chance, um erfolgreich zu sein.

Deswegen konzentrieren wir uns auf ein Ziel zu 100 %. Danach nehmen wir uns, wenn wir wollen, das Nächste vor.

2. Ressourcen analysieren:


Jedes Ziel braucht unterschiedliche viel Zeit, Energie und Mittel.

Zum Beispiel braucht es um ein Buch zu schreiben,

1) Schreibzeit

2) ausreichend Energie um in der Zeit auch effizient zu arbeiten.

3) Geld für die Veröffentlichung.

Ein Umzug braucht:

1) Zeit

2) fitte Arbeitskräfte.

3) Geld um alles zu bezahlen.

Je nachdem wie der Standpunkt und das Ziel ist, variieren diese Faktoren, doch sie spielen alle eine Rolle.

Zeit nutzt uns nichts, wenn wir zu müde sind, um uns zu konzentrieren, Energie nutzt nichts, ohne Zeit sie zu nutzen und Geld bringt nur etwas, wenn wir auch die Energie und die Zeit haben es auszugeben.

Einer der Gründe, warum Menschen ihre Ziele schleppend oder gar nicht erreichen ist, dass die grundlegenden Voraussetzungen nicht gegeben sind.

Zum Beispiel sind klare Ziele gut und noch besser ist es, wenn wir ihnen Zeit einräumen, doch wenn wir dann permanent müde sind, kommt es zu kaum Ergebnissen. Folge: Die Motivation sinkt.

3. Das Ziel runterbrechen:


Das eine, große Ziel kann uns unter Umständen überwältigen und wir stehen vor einem Berg ohne zu wissen, wie wir in bewältigen sollen.

Ein Ziel erfordert aber nur selten eine Handlung. In der Regel braucht es viele kleine Zwischenschritte, bis wir am Ziel sind.

Deswegen brechen wir es in kleine Häppchen.

Was ist der erste Schritt?

Der Zweite?

Und dann?

Wenn das zu schwer ist, hilft es oft rückwärts zu denken.

Ein weiterer Vorteil von kleinen Zwischenschritten: Wir haben schnelle Ergebnisse die uns motivieren weiterzumachen. Denn kleine Ziele brauchen weniger Motivation und sind schneller erreicht.

4. Einen Plan machen:


Weil wir diese kleinen Zwischenschritte haben, machen wir auch immer nur einen Plan für diese Zwischenschritte.

Dabei konzentrieren wir uns ausschließlich auf den nächsten, anstehenden Schritt.

Das gesamte, große Ziel im Voraus durchzuplanen macht in der Regel wenig Sinn, da wir die Sache nicht vollständig überblicken können.

Das bedeutet, auf dem Weg zu unserem Ziel, werden wir auf unvorhergesehene Hürden stoßen, die wir zuvor nicht einkalkuliert haben.

Daher nehmen wir nur den nächsten, einfachsten Schritt, der uns unserem Ziel näher bringt und erstellen dafür einen konkreten Plan.

Immer wenn wir nicht weiter wissen, ist der effizienteste Weg, sich jemanden zu suchen, der das Ziel bereits erreicht hat und dessen Anleitung zu folgen.

Das erspart uns jede Menge Try and Error-Fehlschläge und somit Zeit. Hinterher, wenn wir wissen, wie es funktioniert, können wir das ganze nach unseren Bedürfnissen anpassen, sofern notwendig.

5. Das Richtige lernen:


Der Fallstrick beim Lernen ist, dass es uns Bewegung vorgaukelt, aber keinen Fortschritt liefert. Ständig lernen ist der Wunsch etwas zu tun, ohne Risiken einzugehen.

Es ist leicht bei der Planung nicht zum Wissensjunkie zu werden, der nur noch konsumiert, weil er den perfekten Plan sucht und nicht in die Umsetzung kommt.

1) Ein 80 %- tig guter Plan führt zu einem besseren Ergebnis, als ein 100 % – iger den man nie findet.

2) Lernen gibt uns zwar das Gefühl was zu tun, aber in Wahrheit passiert nichts, solange wir nicht umsetzen.

Daher: Lern as You Go: Lerne immer, was in der aktuellen Situation notwendig ist.

6.Die richtige Umgebung:


Die Chance, dass ein Raucher unter vielen anderen Raucher einen Entzug schafft, ist verschwindend gering.

Das gilt für nahezu alles.

Wer abnehmen will, wird das nicht, wenn er täglich in ein All You Can Eat-Restaurant isst. Die Chancen sind aber deutlich besser, wenn er täglich Menschen um sich hat, die Sport machen.

Das Richtige in der falschen Umgebung zu tun ist wie einem Süchtigen permanent die Flasche unter die Nase zu halten.

Wenn Wasser die einzige Auswahl ist, greifen wir zwangsläufig darauf zurück.

Deswegen ist einer der Kernpunkte für schnellen Erfolg sich mit Menschen zu umgeben, die da sind, wo wir hinwollen. Idealerweise weiter.

7. Fokus auf das Wesentliche


Ganz nach Pareto sind 20 % der Handlungen für 80 % der Ergebnisse verantwortlich.

Um den richtigen, nächsten Schritt auszuwählen und uns nicht zu verzetteln, hilft es sich regelmäßig die Frage zu stellen:

Was ist die eine Sache, die alle anderen nebensächlich oder überflüssig macht?

Die übrigen Aufgaben/Zwischenschritte lassen sich gut mit dem Eisenhower Prinzip einordnen.

8. Ablenkungen eliminieren:


Einer der härtesten Dinge in Zeiten von Social Media und E-Mails.

Vor allem, wenn wir uns die Zeit für unser Ziel freischaufeln und dann dabei enden, zwei Stunden den Newsfeed durchzusehen.

Da sind zwei einfache Tipps, die es erleichtern das Richtige zu tun.

1. Falsches Verhalten schwer oder unmöglich machen.

Ständig am Smartphone?

1) Flugmodus

2) Aus dem Raum verbannen.

3) Jemand anderem zur Verwahrung geben, bis die Arbeit erledigt ist.

Noch ein Beispiel:

Immer am Fernsehen?

1) Batterien aus der Fernbedienung.

2) Fernbedienung aus dem Raum verbannen.

3) Fernseher in den Keller schließen oder komplett abschaffen.

2. Sich an den Preis erinnern.


Jede Entscheidung für kurzfristige Befriedigung ist eine Entscheidung gegen eine Langfristige. Wir vergessen oder verdrängen das nur gerne.

Die Zeit auf Facebook heute ist zulasten der Lebenszeit, die uns bleibt, um die Ziele zu erreichen, die uns wirklich am Herzen liegen.

Sich regelmäßig den Preis vor Augen zu führen, hilft die notwendige Disziplin aufzubringen, das Richtige zu tun.

9.Nicht beschäftigt, sondern produktiv sein:


Das wir in den meisten Jobs für Zeit und nicht für Ergebnisse bezahlt werden hat eine unproduktive Arbeitseinstellung zur Folge.

Wir denken alles richtig zu machen, wenn wir drei, von drei geplanten Stunden, an unserem Ziel-Projekt arbeiten.

Doch das ist ein Denkfehler.

Die Frage ist, wie viel ist in der Zeit an Ergebnissen zustande gekommen.

Sprich, wie produktiv wir waren, nicht wie beschäftigt.

Wenn ein anderer das Ergebnis in einer, statt drei Stunden erledigen kann, sollten wir uns die Frage stellen, wie effizient wir arbeiten.

Schließlich ist es in unserem eigenen Interesse, eine Aufgabe zügig abzuarbeiten, wenn wir unser Ziel erreichen möchten.

Wir können gleich zur nächsten Aufgabe übernehmen oder haben Bonuszeit eingearbeitet.

Je nachdem wo die Prioritäten liegen.

10.Deadlines für schnellere Ergebnisse:


Warum schnell machen, wenn genug Zeit ist?

Warum in einer Stunde, wenn zwei verfügbar sind?

Solange wir keinen Grund sehen uns zu beeilen, tun wir es nicht.

Ähnlich wie die Vereinbarung mit den meisten Arbeitgebern: Zeit gegen Geld, ist das eine

unproduktiv Denkweise.

Kein Zeitrahmen fördert sowohl Perfektionismus als auch Faulheit.

Wie haben die Möglichkeit, unangenehme Aufgabe hinausgezögert oder zu verschieben.

Auch für hoch motivierten Menschen kann zu viel Zeit ein Fallstrick werden, da sie dann Gelegenheit haben eine Sache ständig neu zu optimieren.

Beides führt zu vielem – nur nicht zu effizientem Arbeiten.

11. Regelmäßig reflektieren:


Wöchentliche und monatliche Analysen haben vor allem einen Zweck: Uns vor uns selbst zu beschützen.

Wir tendieren dazu, die Dinge besser zu sehen, als sie in Wahrheit waren. Vor allem, wenn die Alternative ist, uns selbst einzugestehen, dass wir halbherzig an der Sache dran waren.

Analysen auf Papier schließen die Lücke zwischen dem was wir sehen und der Realität.

Die eigene Produktivität herausfinden ist eine einfache Rechnung:

Ziel – Fortschritt = Differenz

Zum Beispiel einen 10.000-Wörter-Schreibtag einlegen.

10.000 Wörter (Ziel) – 8.000 Wörter (tatsächlicher Fortschritt) = 2.000 Wörter (Differenz zum Ziel).

Wichtig ist, das Ergebnis nicht nur zu analysieren und in schlechte Stimmung zu verfallen, wenn es nicht geklappt hat.

Die Ursache herauszufinden, ist der Schlüssel, damit der Wochen- und Monatsreport nicht zum Trauerspiel wird.

Nur so werden wir besser.

12. Das Ziel anpassen:


Hindernisse und Rückschläge sind unvermeidlich. Der beste Weg mit ihnen umzugehen ist sie zu akzeptieren und mit ihnen zu rechnen.

Dann ist es wichtig, flexibel zu reagieren und ein Puffer für solche Situationen mit einzuplanen. Dadurch bleiben wir entspannt und können das Ziel einfach der Situation anzupassen.

Zum Beispiel muss das Ziel “Fenster putzen” angepasst werden, wenn wir am selben Tag herausfinden, dass eine Baustelle vor dem Haus Staub aufgewirbelt.

Alternativen wären den Zeitpunkt zu verschieben und eine andere Aufgabe vorzuziehen oder den Teil zu erledigen, der machbar ist: Scheiben von innen putzen.

Nicht effizient wäre zu denken: Perfekt. Schau ich Netflix und warte ab, ob die fertig werden, bevor es dunkel ist.

Auch hinzugewonnenes Wissen kann Grund sein, dass wir unseren ursprünglichen Plan anpassen müssen.

Fazit:


Für viele Menschen assoziieren mit dem Erreichen von Zielen Disziplin, Ausdauer und Willenskraft.

Für die, die so empfinden ist das sicherlich wahr, doch die Gründe liegen oft nicht bei mangelnder Willenskraft sondern:

1) Die Voraussetzungen für das Ziel sind nicht gegeben.

Oder, was häufiger der Fall ist:

2) Wir wollen den Preis (Weg) will nicht bezahlen.

Sixpack? Dann ist der Preis regelmäßig Sport und eine entsprechende Ernährung.

Andernfalls ist das Ziel “Sixpack” entweder auf dem Weg verworfen, weil der Widerstand zu groß ist oder es kommt zu dem berühmten Jo-Jo-Effekt.

Wir rutschen in alte Verhaltensweisen zurück, weil wir im Grunde nicht bereit sind, den Weg permanent weiterzugehen.

Daher ist bei langfristigen Zielen der richtige Weg so wichtig, während wir bei kurz- oder mittelfristigen Zielen darüber hinweggesehen können.

Das bedeutet:

Wenn die Voraussetzungen stimmen und wir den Preis akzeptieren, braucht es trotzdem Disziplin, um an den Punkt zu gelangen, wo der Prozess (Weg) Gewohnheit ist. Aber dann stehen die Chancen deutlich besser, weil wir die Bedingungen kennen und bereit sind den Preis zu zahlen.

3 Strategien um schlechte Gewohnheiten loszuwerden

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