3 Strategien um schlechte Gewohnheiten loszuwerden.

Lesezeit: 3 Minuten

Gewohnheiten sind nichts weiter als Routinen.


Prozesse, die automatisch auf die immer gleiche Weise ablaufen. Aus diesem Grund kann es schwer sein, eine schlechte Gewohnheit zu erkennen und zu verstehen. Sie passiert in der Regel ohne das wir darüber nachdenken.

Wie Gewohnheiten funktionieren:


Der erste Schritt um eine schlechte Gewohnheit abzulegen ist zu erkennen, wie der automatische Prozess abläuft.

Grundsätzlich funktionieren Gewohnheiten nach dem immer gleichen Muster:

Trigger (Auslöser)

Gewohnheit (Wie wir auf den Auslöser reagieren)

Belohnung (Der Grund, warum wir auf diese Weise reagieren)

Drei Klassiker:

Wir sind müde (Trigger) deswegen trinken wir Kaffee (Gewohnheit) um uns wieder wach zu fühlen (Belohnung)

Die Arbeit stresst uns (Trigger) also rauchen wir eine Zigarette (Gewohnheit) um uns wieder zu entspannen (Belohnung)

Wir gehen am Süßigkeitenregal vorbei (Trigger) packen zwei Schokoladentafeln ein (Gewohnheit) um diese vor dem Fernseher genießen (Belohnung)

Nur wenn wir schlechte Gewohnheiten erkennen und verstehen, können wir sie auch ändern.

Doch so viel will gesagt sein: Einfach ist es selten. Je tiefer eine Gewohnheit verankert ist, desto schwerer werden wir sie los.

Schlechte Gewohnheiten vermeiden – Strategie 1


Anstatt das wir einem Trigger (Auslöser für die schlechte Gewohnheit) versuchen zu widerstehen, beseitigen wir ihn einfach.

Beispiel:

Süßigkeiten offen liegen lassen ist ein ständiger, visueller Reiz, der unsere Disziplin auf die Probe stellt.

Warum nicht einfach in die Schublade packen oder ganz aus dem Haus verbannen?

Übrigens: Die Menschen, die scheinbar eine unnatürlich starke Selbstkontrolle haben, sind meistens die, die sie am wenigsten auf die Probe stellen.

Trigger zu minimieren oder ganz aus dem Leben zu verbannen hilft in vielen Fällen hervorragend, doch ist leider nicht in allen Situationen anwendbar und bekämpft nur das Symptom, nicht die Ursache.

Beispielsweise zwingen Supermärkte uns häufig, direkt nach dem Obst und Gemüse auch am Süßigkeitenregal vorbei zulaufen. An der Kasse gleich nochmal.

Schlechte Gewohnheiten ersetzen – Strategie 2


Unerwünschte Gewohnheiten durch erwünschtes Verhalten ersetzen.

Entscheidend hier ist, dass wir uns vorher entscheiden, mit welcher Gewohnheit wir auf einen Trigger (Auslöser) reagieren wollen, denn in der Situation gelingt uns das meist nicht mehr.

Das kann zum Beispiel so aussehen:

Alte Gewohnheit:

Die Arbeit stresst uns (Trigger) also rauchen wir eine Zigarette (Gewohnheit) um uns wieder zu entspannen (Belohnung)

Neue Gewohnheit:

Die Arbeit stresst uns (Trigger) also hören wir Musik und gehen spazieren (Gewohnheit) um uns wieder zu entspannen (Belohnung)

Durch die bewusste Entscheidung, uns anders zu verhalten, als wir es gewohnt sind, können wir schlechte Gewohnheiten durch gute Gewohnheiten ersetzen.

Ein guter Weg zu beginnen ist, das Ausmaß einer schlechten Gewohnheit allmählich zu reduzieren, sodass es geringere Wirkung auf das Leben hat.

Schlechte Gewohnheiten loswerden – Strategie 3


Auf das langfristige Ziel konzentrieren.

Das ist die einzige langfristige Strategie. Sie kann als Ergänzung zu den anderen beiden Strategien genutzt werden, aber im Grunde ist das der einzige Weg, nicht wieder in schlechte Gewohnheiten zu verfallen.

Das kann so aussehen:

Alte Gewohnheit:

Die Arbeit stresst uns (Trigger) also rauchen wir eine Zigarette (Gewohnheit) um uns wieder zu entspannen (Belohnung).

Neue Gewohnheit:

Die Arbeit stresst uns (Trigger) also rufen wir uns in Erinnerung, was es uns langfristig kostet, jetzt eine zu rauchen (Gewohnheit) und wir unterlassen es, was uns das schlechte Gewissen erspart (Belohnung).

Jedes Mal, wenn wir einer kurzfristigen Belohnung nachgeben, zahlen wir einen Preis.

Wir neigen nur dazu, ihn zu verdrängen.

Das bedeutet:

Fokussiere dich nicht auf das Ziel, sondern darauf, wer du sein möchtest.

Ein gesunder Mensch? Dann bleibt nur sich gesund zu ernähren.

Ein sportlicher Mensch? Dann bleibt nur Sport zu machen.

Was nicht funktioniert ist ein Sixpack, ohne sportlich sein zu sollen. Das klappt vielleicht kurzfristig, aber langfristig greift dann immer der Jo-Jo-Effekt, denn wir wollen nur das Ziel, aber nicht den Weg.

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